Wohnhausbrand
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Einsatzbericht
Bad-Endbach-Hartenrod. Beim Brand eines Wohnhauses in Bad Endbach-Hartenrod ist in der Nacht zu Dienstag, 27. Januar 2009, Sachschaden in Höhe von mehreren 100.000 Euro entstanden. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin.
Um kurz vor Mitternacht war das Feuer aus noch ungeklärter Ursache im ausgebauten Dachgeschoss ausgebrochen. Der 22-jährige Bewohner der Dachgeschosswohnung bemerkte das Feuer, alarmierte die Feuerwehr und konnte das Gebäude gemeinsam mit seinen im Erdgeschoss lebenden Großeltern rechtzeitig verlassen. Als die Feuerwehr kurz darauf an der Einsatzstelle eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Dach, das Feuer hatte sich auch schon auf den Treppenraum ausgebreitet. Da einen Innenangriff zu gefährlich wurde, versuchten die Einsatzkräfte von Außen den Brand in den Griff zu bekommen. Hierzu wurde auch die Drehleiter der Gladenbacher Feuerwehr alarmiert. Bedingt durch die Bauart des Gebäudes und der Lage auf dem Grundstück war eine effektive Brandbekämpfung nur sehr eingeschränkt möglich – immer fanden die Flammen im verbauten Holz und den Dämmstoffen reichlich Nahrung und konnten sich in einer Zwischendecke ausbreiten.
Erst als die Dachhaut großflächig durchgebrannt und ein Großteil der angestauten Hitze abgezogen war, stellte sich ein Löscherfolg ein. Mit mehreren Rohren, auch von benachbarten Grundstücken aus und über die Drehleiter eingesetzt, gelang es, den Brand nach etwa vier Stunden unter Kontrolle zu bringen.
Erschwert wurden die Löscharbeiten der rund 60 Einsatzkräfte aus Hartenrod, Bad Endbach, Wommelshausen, Gladenbach und Biedenkopf zusätzlich durch das Wetter: Bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt bildeten sich an der Einsatzstelle immer wieder gefährlich Eisflächen. Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofs waren schnell vor Ort und streuten immer wieder Salz gegen die Glätte. Anwohner versorgten die zum Teil völlig durchnässten Einsatzkräfte mit heißen Getränken. Die Bewohner des Hauses kamen vorübergehend bei Nachbarn unter. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.
Stephan Schienbein Pressesprecher / Kreisbrandmeister