Hotelbrand
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Einsatzbericht
Feuer im Technikraum
Bad Laasphe. In der Nacht zum Freitag (17. Dezember.2010) wurde der Feuerwehr Bad Laasphe der Brand in einem Hotel in der Kurstadt gemeldet. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte einen Brand in dem Technikraum im Kellergeschoss fest. In dem Hotel befanden sich zum Unglückszeitpunkt 40 Personen. Zwei von ihnen wurden bei dem Brand durch Rauchgase leicht verletzt, ärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Das Feuer wurde gelöscht. Die Hotelgäste wurden während der Löscharbeiten in den Räumen des nahe gelegenen Gymnasiums untergebracht. Zur Höhe des Sachschadens konnten gestern von der Polizei noch keine Angaben gemacht werden. Der eigentliche Brandort im Kellergeschoss wurde durch die Polizei abgeriegelt, die Ermittlungen zur Brandursache sind eingeleitet.
38 Hotelgäste evakuiert
Schlimmeres verhindert
Bad Laasphe. Auslöser für den Brand im Hotel Lahnblick war ein technischer Defekt.
Der Schreck war groß am späten Donnerstagabend. Im Hotel "Lahnblick" in Bad Laasphe entdeckte eine Mitarbeiterin bei einem Rundgang einen Brand in einem Technikraum im Keller des Gebäudes. "Sie hat hervorragend reagiert", fand Hotelchef Eckhard Sinning gestern im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Schlimmeres sei dadurch verhindert worden.
Gegen 23:10 Uhr war die Bad Laaspher Feuerwehr alarmiert worden, zu dem Zeitpunkt befanden sich noch 38 Gäste im Hotel. Diese wurden schnell evakuiert, einige Gäste standen bei der Ankunft der Feuerwehr bereits vor dem Hotel, andere musste die Feuerwehr erst noch wecken und quasi aus ihren Betten werfen. Zwei Mitarbeiter des Hotels erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Rund 150 Einsatzkräfte waren am Donnerstagabend vor Ort, insgesamt 84 Feuerwehrleute und 65 Mitglieder des Rettungsdienstes. Die Laaspher Feuerwehr wurde nach dem Großalarm und der bei einem Hotelbrand üblichen Meldung des Massenanfalls von Verletzten von anderen Löschzügen aus dem Kreisgebiet, aus Dillenburg sowie aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf unterstützt.
Drei Stunden dauerten die Löscharbeiten, die Feuerwehr hatte den Brand im Hotel schnell im Griff. "Wir konnten das Feuer klein halten", verriet Wehrführer Dirk Höbener auf Anfrage der Siegener Zeitung. Gefährlich sei jedoch der Brandrauch gewesen. Nach dem Löschen starteten schon die Lüftungsmaßnahmen, um den Rauch aus dem Gebäude zu blasen. "Die Gäste konnten aber natürlich nicht mehr ins Hotel zurück", so Dirk Höbener. Die Schneemassen auf den Straßen hätten die Anfahrt der Rettungskräfte erschwert, erklärte der Wehrführer.
Eckhard Sinning und sein Team hatten alle Hände voll zu tun, die Menschen in anderen Quartieren unterzubringen. Ein Lob hatte der Hotelchef für den Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann, der bei der Suche nach Unterkünften in der Nacht geholfen habe. Sehr hilfreich sei auch das Ordnungsamt gewesen, ebenso der Hausmeister des Städtischen Gymnasiums. Die Hotelgäste kamen nämlich zuerst in der Aula des Städtischen Gymnasiums unter, später wurden sie in anderen Laaspher Hotels oder in der Emmaburg-Klinik untergebracht. Freilich mussten einige Hotelgäste die Nacht in der Turnhalle des Gymnasiums unter der Aula verbringen. Im Hotel "Lahnblick" befanden sich unter anderem größere Gruppen der Firmen HWS und C+P. Das Unternehmen aus Breidenbach wollte eigentlich gestern Abend seine Weihnachtsfeier im Hotel begehen, das fiel jedoch ins Wasser, da einige Außendienstmitarbeiter der Firma gestern wieder abreisten. Der Betrieb im Hotel "Lahnblick" lief allerdings gestern Morgen schon wieder an, da ja nur der Keller vom Brand betroffen war. Gestern Mittag waren die Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen, der Auslöser war ein technischer Defekt in einer Elektrozuleitung. Der durch das Feuer entstandene Sachschaden beträgt 2000 Euro.