brennt Einkaufsmarkt
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Einsatzbericht
Kirchhain. 200 Einsatzkräfte haben einen Großbrand im Industriegebiet bekämpft. Zahlreiche Feuerwerkskörper explodierten.
Der Alarm für die Rettungskräfte kam um 11:20 Uhr: Aus bisher ungeklärter Ursache hatte sich ein Stapel mit Verpackungsmaterialien neben dem "Spar-Fuchs" entzündet. Dieser Brand griff dann sehr schnell auf das Geschäft über.
"Erschwerend hinzu kommt, dass in dem Geschäft Feuerwerkskörper gelagert sind, die zum Teil auch schon explodierten", erklärt Stephan Schienbein, Pressesprecher der Feuerwehr, gegenüber 112-magazin.de. Eine große Rauchsäule zeugte bereits aus größerer Entfernung von dem Feuer.
Der Großbrand hat den "Spar Fuchs" in Kirchhain in Schutt und Asche gelegt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude, darunter ein Schuhladen und ein Getränkemarkt, verhindern. Verletzt wurde niemand. Nach bisherigem Kenntnisstand dürfte der Sachschaden deutlich im sechsstelligen Bereich liegen. Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten dauern noch an.
Drei Drehleitern im Einsatz
Vor Ort sind alle Feuerwehren der Kirchhainer Ortsteile, Kräfte aus Stadtallendorf sowie aus Marburg im Einsatz - mit einer Stärke von rund 100 Leuten. "Derzeit versuchen wir mithilfe der dritten Drehleiter aus Marburg, das Dach mittels Einreißhaken weiter zu öffnen", erläutert Schienbein. Außerdem müsse man verhindern, dass der Brand auf andere Gebäude übergreife.
Die Zahl der Einsatzkräfte stieg weiter an: Zu Spitzenzeiten waren mehr als 200 Kräfte von mehreren Feuerwehren, dem DRK, dem Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk (THW) im Einsatz. Über insgesamt drei Drehleitern, mit Wasserwerfern und mehreren Rohren bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer. Wegen Einsturzgefahr konnte der Markt nicht mehr betreten werden, so dass der Löschangriff von außen vorgenommen werden musste.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über Radiodurchsagen aufgefordert, vorsichtshalber Türen und Fenster geschlossen zu halten. Bei Schadstoffmessungen der Feuerwehr in einem Umkreis von zwei Kilometern konnten jedoch keine erhöhten Schadstoffwerte nachgewiesen werden. Eine vorbeiführende Straße musste während der Löscharbeiten voll gesperrt werden. (ewu/flo/as) "Quelle: www.112-magazin.de"