Wohnhausbrand - Einsatz zweite DLK
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Einsatzbericht
Ehemaliger Hessenhof geht in Flammen auf
Bad Endbach. 70 Einsatzkräfte waren am Nachmittag im Einsatz, um zu löschen. Keine Verletzten, aber verzweifelte Bewohner.
"Die Rauchsäule des Brandes ist schon von weitem sichtbar", sagt 112-magazin.de-Reporter Andreas Schmidt heute Nachmittag, der direkt von dem Brand berichtete. Rotleuchtende und meterhohe Flammen schlugen während der Löscharbeiten aus dem Dach.
Für das Zwei-Familienhaus in der Bahnhofstraße gab es keine Rettung mehr. Die Bewohner schauten nur noch zu, wie zunächst etwa 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr das Feuer löschten. Feuerwehren aus Bad Endbach, Gladenbach und Biedenkopf waren mit zwei Drehleitern im Einsatz. Später kamen weitere Spezialfahrzeuge hinzu, die Zahl der Einsatzkräfte erhöhte sich auf 90.
Gegen 14.30 Uhr wurde der Brand gemeldet. Ein anfänglicher Küchenbrand hatte rasch auf die anderen Räume übergegriffen. Bei dem Haus handelt es sich um die ehemalige Gaststätte "Hessenhof", die zum Wohnhaus umgebaut wurde. Als die Feuerwehrleute wenige Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eintrafen, hatte das Feuer bereits auf mehrere Nebenräume übergriffen. Innerhalb weniger Minuten brannte bereits das komplette Stockwerk. Durchzündende Rauchgase setzten schließlich den gesamten Gebäudekomplex in Brand. Ein Feuerwehrsprecher sprach von einer „immensen Geschwindigkeit der Brandausbreitung“.
Da es zu gefährlich gewesen wäre, Feuerwehrleute im Inneren des Gebäudes zur Brandbekämpfung einzusetzen, musste sich die Feuerwehr darauf beschränken, die Flammen von außen zu bekämpfen.
Der Lebensgefährte der Besitzerin, Holger Dörken, hatte den Brand entdeckt und auch direkt die Feuerwehr alarmiert. Auch er war entsetzt, "wie schnell die Flammen auf die anderen Zimmer übergegriffen haben", sagt er im Gespräch mit 112-magazin.de. Momentan laufe bei ihm im Kopf "ein Notprogramm", wie er sagt. "Sonst würde ich wohl hier stehen und heulen", fügt er hinzu. Denn das gesamte Hab und Gut der Familie ist verbrannt. "Ich weiß nicht, ob noch etwas zu retten ist, bezweifle es aber. Ich habe nur das, was ich am Leib trage", so Dörken.
Er selbst habe in "tausenden Arbeitsstunden" das Gebäude umgebaut. "Bei dem vielen Holz war schon immer meine größte Angst, dass es brennt", sagt er kopfschüttelnd. Nun ist diese Angst leider wahr geworden. Wie es weitergeht, das ist für ihn zunächst unklar. Er weiß nur: "Wir können zunächst bei Nachbarn unterkommen".
Ein Feuerwehrmann knickte bei den Löscharbeiten um und verletzte sich am Knöchel. Der Rettungsdienst brachte ihn in ärztliche Behandlung. Der Schaden an dem unbewohnbaren Haus geht nach einer ersten Schätzung in den sechsstelligen Bereich. (kie/as Andreas Schmidt) "Quelle: www.112-magazin.de"
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