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Wehren werben Nachwuchs

Brandschützer stellen den Fünftklässlern Ihre Arbeit vor

 

Biedenkopf (val.) Vor dem Hintergrund rückläufiger Mitgliederzahlen haben die Jugenfeuerwehren om Landkreis eine Aktion gestartet, um bei den Jugendlich für ihre Arbeit zu werben. Unter dem Motto "Komm, mach mit!" besuchen dieser Tage viele Feuerwehrleute die Schulen und stellen sich dort den potenziellen neuen Mitgliedern vor.


In Biedenkopf waren die Wehrleute nun vier Stunden lang an der Lahntalschule zu Gast un haben dort den Fünftklässlern gezeigt, was die Jugendfeuerwehr auszeichnet. In einem kurzen Film machten sie deutlich, das es keineswegs nur um Brandschutzerziehung geht. Zwar lernen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Grundsätze des Brandschutzes und das Basiswissen, das sie später auch bei einem möglichen Wechsel in die Einsatzabteilung benötigen. Darüber hinaus stehen aber auch gemeinsame Ausflüge und Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Kurzum: In der Jugendfeuerwehr werde die Kameradschaft gepflegt, erklärte der Stadtjugendfeuerwehrwart Marco Soldan. Im Anschluss an den Film stellten er und die weiteren Feuerwehrleute den Kindern die Fahrzeuge sowie die Ausrüstung der Wehren vor. Die Kinder hatten die Gelegenheit, in die Anzüge der Feuerwehrleute zu schlüpfen, deren Helme aufsetzen oder die Atemschutzflaschen aus der Nähe begutachten. Gerade dies machte deutlich, wie anstrengend die Arbeit in einem Einsatz sein könne, erklärte Soldan. Denn eine solche Flasche bringt gute 18 Kilogram auf die Wager. Mit der auf dem Rücken müssen die Einsatzkräfte in die verrauchten Häuser vordringen. "Dabei kriechen sie auf allen Vieren, weil der Rauch und die heiße Luft nach oben steigen und es am Boden meist noch ein bisschen erträglicher ist", betonte Soldan.

 

Wehren aus allen umliegenden Gemeinden pofitieren ebenfalls

 

Zum Abschluss ihrer kleinen Vorstellung konnten die Schüler dann selbst zum Strahlrohr greifen und mit verschiedenen Strahlarten ein wenig Wasser auf die Wiese spritzen.

 

Für die Mitgliederwerbung seien solche Veranstaltungen sehr wichtig, sagte auch Kai Seidel, Wehrführer in Weifenbach. Von ihrem Besuch profitierten dabei nicht nur die Biedenkopfer Wehren, sondern auch die umliegenden Gemeinden, aus denen Kinder die fünfte Klasse besuchen. Mitglied in der Jugendfeuerwehr können übringens Kinder ab zehn Jahren werden.

 

 

Quelle: www.mittelhessen.de

 
Donnerstag, 23. Februar 2012

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