|
Wehr leistet 1722 Einsatzstunden
Bürgermeister Joachim Thiemig sagt Unterstützung bei der Schutzkleidung zu
Biedenkopf (ef). Zu 68 Einsätzen musste die Biedenkopfer Feuerwehr im vergangenem Jahr ausrücken - 18 mehr als 2009. Wie Wehrführer Michael Schäfer in der Jahreshauptversammlung mitteilte, kamen dabei 1722 Arbeitsstunden zusammen.
In der Statistik sind außerdem 23 reguläre Übungen sowie je 12 Machinistenausbildungen und Gruppenführersitzungen aufgeführt.
Besonders erwähnte Michael Schäfer den Hotelbrand in Bad Laasphe, bei dem die Biedenkopfer zur Menschenrettung mit der Drehleiter eingesetzt waren.
Weiterhin mussten die Aktiven Flachdächer von Schulen und Turnhallen von der schweren Schneelast befreien. Diese Einsätze waren mit besonderen Gefahren verbunden, mussten die Feuerwehrleute dabei doch speziell gesichert werden.
Erfreut registrierte der Wehrführer, dass es keine nennenswerte Unfälle oder Verletzungen bei den Einsätzen gegeben habe. Dies sei auf den hohen Ausbildungsstand zurückzuführen, der durch wahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen und Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene erreicht wurde. Die setze eine hohe Motivation und viel Engagement der Kameraden voraus, dankt Schäfer seinen Kollegen.
Aufgrund personeller Probleme wurde die Tagesalarmbereitschaft umgestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Biedenkopfer Feuerwehr zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einem vollbesetzten Löschzug ausrücken kann. Vermehrte Schichtarbeit und eine stetig sinkende Mitgliederzahl waren einige Gründe, die zu dieser Änderung führten. Michael Schäfer dankte hierzu den Arbeitgebern, die ihre Angestellten im Falle einer Alarmierung freistellten.
Kritisch äußerte sich der Wehrführer über die immer noch nicht erfolgte Behebung der "katastrophalen und gefährlichen Situation" des Hofpflasters am Stützpunkt. Dort sei trotz der angespannten finanziellen Situation der Stadt umgehender Handlungsbedarf gegeben.
Auch die Tatsache, dass es in diesem Jahr wieder Kürzungen im Bereich der Feuerschutzkleidung geben wird, sorgte für Unmut beim Feuerwehrvorstand. Diese Kritik nahm Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) in seinem Grußwort auf und versprach den Aktiven, dass man ihn in dieser Frage beim Wort nehmen könne. Die benötigte Schutzkleidung werde im laufenden Jahr angeschafft, erklärte das Stadtoberhaupt unter dem Beifall der Feuerwehrkameraden.
Posten des Schriftführers und Kassierers im Vorstand neu besetzt
Ferner lobte Thiemig den guten Ausbildungsstand und die gute Jugendarbeit. Tagtäglich würde die Feuerwehr mit ihrem wertvollen Dienst zur Sicherheit der Bevölkerung beitragen. Durch ihre stetige Weiterbildung könnten sie ihren Mitmenschen in Notlagen zur Seite stehen und helfen. Sicherlich sei der Dienst am Nächsten sehr anstrengend und gefährlich, manchmal aber sicher auch schön, wenn man helfen konnte.
Der Bürgermeister betonte, dass es Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg gebe, die Arbeit der Feuerwehren trotz angespannter finanzieller Situation weiterhin zu unterstützen. Thiemig teilte mit, dass der Auftrag zur Anschaffung eines Staffellöschfahrzeuges 20/25 mit Beladung zwischenzeitlich vergeben wurde.
Den Dankesworten des Bürgermeisters schloss sich Stadtbrandinspektor Kai Michael Koch an, der besonders den "Auslandseinsatz" in Bad Laasphe lobend herausstellte.
Jugendfeuerwehrwart Florian Bönsch berichtete, dass die Biedenkopfer Jugendfeuerwehr zur Zeit über 14 Mitglieder - drei Mädchen und elf Jungen - verfügt. Sie absolvierten 79,25 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 55,25 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Mit Christian Piechaczek wechselte ein Mitglied der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung.
Die erforderlichen Ergänzungswahlen - Karl-Otto Wehn stellte sich nach 20 Jahren als Schriftführer und Jürgen Niess nach 15 Jahren als Kassierer nicht mehr zur Wahl - erfolgten einstimmig. Ralf Strieder und Andreas Eigenbrot wurden mit diesen Aufgaben betraut. Nach 43 Jahren in der Einsatzabteilung verabschiedete man schweren Herzens, so der Wehrführer, Peter Kraft in die Alters- und Ehrenabteilung.
Quelle: www.mittelhessen.de / Hinterländer Anzeiger vom 21.02.2011 |