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Jetzt gerät der Wald schnell in Brand Feuerwehr gibt Sicherheitstipps für die kommenden Tage im Freien
Marburg/Biedenkopf. Die Feuerwehr im Landkreis warnt vor den Ostertagen vor hoher Waldbrandgefahr. Weil es seit langem trocken ist und Waldboden wie Bäume noch nicht komplett grün sind, besteht hohe Gefahr der Entzündung von trockenem Gras, Laub- und Nadelstreu.
Jetzt im Frühjahr verlaufe ein Brand sehr schnell, sagt der Sprecher der Feuerwehren im Kreis, Stefan Schienbein. Wind und auch die Topografie des Geländes können die Brandausbreitung weiter begünstigen. Die Messstelle für den Landkreis in Cölbe weist im Waldbrandgefahrindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aktuell die Stufe 4 ("hohe Waldbrandgefahr") auf einer fünfstufigen Skala aus.
Die Gefährdung wird in den nächsten Tagen anhalten, denn es soll warm und trocken bleiben. Die Feuerwehren im Landkreis sind auf Waldbrand-Einsätze vorbereitet.
Besser als löschen ist die Verhinderung von Waldbränden. Deshalb gibt die Feuerwehr Tipps zum richtigen Verhalten, in der Hoffnung, dass die Ostertage im Freien ohne Zwischenfälle verlaufen.
Eigentlich selbstverständlich ist, dass von Frühjahr bis Herbst in den Wäldern Rauchen und offenes Feuer strikt verboten sind. Auch aus dem Auto geworfene Zigarettenkippen oder liegen gelassene Flaschen und Glasscherben können Brände auslösen.
Wegen des Funkenflugs darf nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen gegrillt werden. Weitere häufige Ursachen für Waldbrände sind das Anzünden alter Grasdecken oder altem Stroh, der Funkenflug von Schleppern sowie mit Feuer spielende Kinder, berichtet die Feuerwehr.
Wichtig sei auch, die Waldwege nicht durch parkende Autos zu blockieren. Außerdem dürfen Wagen mit Katalysatortechnik unter keinen Umständen über trockenem Bodenbewuchs abgestellt werden, da der "Kat" sich stark erhitzt und schnell Brände auslösen kann.
Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.
Bei einem solchen Notruf müssen der Ort und die Größe und die Ausdehnung des Brandes möglichst genau beschrieben werden. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, außerhalb des Waldes auf die Feuerwehr zu warten um die Einsatzkräfte einzuweisen.
Osterfeuer noch einmal umsetzten.
Auch beim Osterfeuer sollte man auf Nummer sicher gehen. Leider geraten regelmäßig Brände außer Kontrolle, berichtet Schienbein. Die Folge sind hohe Sach- oder sogar Personenschäden.
Leider werden die Feuerwehren oft durch Fehlalarme belastet, weil Osterfeuer unsachgemäß angebrannt werden oder nicht angemeldet waren. Osterfeuer müssen beim zuständigen Ordnungsamt angemeldet werden, es dürfen nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz verwendet werden. Das Feuerholz muss kurz vor dem Anzünden noch einmal umgeschichtet werden, weil sich Tiere gerne in den Holzhaufen verstecken. Zu Gebäuden und Bäumen müssen mindestens 50 Meter, zu Straßen mindestens 100 Meter Abstand eingehalten werden. Offenes Feuer muss grundsätzlich beaufsichtigt werden.
Quelle: www.mittelhessen.de |


